Bundespräsident Köhler fordert Killerspiele-Verbot

Montag, 23. März 2009

Der Bundespräsident Horst Köhler hat schärfere Bestimmungen für gewaltverherrlichende Videospiele gefordert. "Sagt uns nicht der gesunde Menschenverstand, dass ein Dauerkonsum solcher Produkte schadet?"
"Ich finde jedenfalls: Dieser Art von 'Marktentwicklung' sollte Einhalt geboten werden", sagte Köhler beim Staatsakt für die 15 Opfer des Amoklaufs vom 11. März. Im Vorfeld hatten die Eltern und Angehörigen der Opfer gefordert, dass sich etwas ändert. "Meine Damen und Herren, das will ich auch, das sollten wir alle wollen. Und da ist nicht nur der Staat gefordert", so Köhler.
Laut dem Bundespräsidenten ist es auch eine Frage der Selbstachtung, welche Filme man sich anschaut, welche Spiele man spielt und welches Vorbild man damit für sein Umfeld gibt. Man müsse auch 'Nein' zu Dingen sagen können, die man für schlecht hält, aber nicht verboten sind.
In einem offenen Brief an Bundespräsident Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger hatten die Familien der getöteten Schüler Konsequenzen für die Tat gefordert. Dazu gehört ein erschwerter Zugang zu Waffen für Jugendliche, weniger Gewaltdarstellungen im Fernsehen sowie ein Verbot von Killerspielen.
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