ene Obermann, aktueller Chef der Deutschen Telekom, soll bei der Aufklärung der Spitzelaffäre im Konzern nur halbherzig vorgehen. Das kritisieren die Ermittler des Bundeskriminalamtes (BKA).
Zwar habe Obermann interne Ermittlungen gegen Klaus-Dieter Trzeschan, über den die illegale Auswertung der Verbindungsdaten von Aufsichtsräten und Journalisten lief, eingeleitet. Er habe aber auch in Kauf genommen, dass viele Fragen unbeantwortet blieben, so das BKA laut dem 'Handelsblatt'.
Umfang und Ergebnis der internen Ermittlungen seien unvollständig. Trzeschan habe zu wichtigen Punkten keine Stellung genommen, was allerdings auch keine Konsequenzen seitens der Telekom-Konzernführung nach sich zog, heißt es laut der Zeitung in den Ermittlungsakten.
Obwohl Trzeschan wohl Straftaten beging und mit seinen Taten auch das Vertrauen von Kunden in die Telekom untergrub, erhielt er lediglich einen Verweis. Während der gesamten internen Ermittlungen sei außerdem nie überprüft worden, welche Telefonnummern ausgespäht wurden und ob es tatsächlich nur um Verbindungsdaten ging oder vielleicht sogar Gespräche abgehört wurden.
Laut den Akten des BKA gibt es Hinweise darauf, dass sich Obermann dem Druck des früheren Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel beugte. Dieser soll stark darauf gedrängt haben, den Vorfall nicht öffentlich werden zu lassen. Zumwinkel hatte daran großes Interesse - immerhin geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass er selbst die Bespitzelung in Auftrag gab.
Spitzelskandal: Telekom-Chef ermittelte halbherzig
Dienstag, 19. Mai 2009
Eingestellt von Sl33p um 17:43:00
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